Nationalpark El Torcal de Antequera – Traumspot für ein aktives Vanlife

Die einmalige Kombination von atemberaubend schöner Landschaft und schier unendlichen Möglichkeiten für vielfältigste sportliche Aktivitäten und Unternehmungen machen das Gebiet um El Chorro, den Nationalpark El Torcal de Antequera für uns als aktive Vanlifer zu einem der Traumspots auf unserer Europareise.

Nationalpark El Torcal de Antequera

Der Nationalpark El Torcal de Antequera besticht durch seine spektakuläre Karstlandschaft, das Felsmassiv der Sierra de Huma mit tollen Bergen und Felswänden. Dem aber nicht genug schlängelt sich der Fluss Rio Guadalhorce durch diese Berge und sorgt für enorme, senkrecht emporsteigende Felsen. Außerdem gibt es den riesigen Stausee Embalse del Guadalhorce. Ein Traum von einem Fleckchen Erde.

El Chorro, Provinz Málaga in Andalusien, Spanien

El Chorro liegt direkt am Rio Guadalhorce und war früher ein kleines Arbeiterdorf, errichtet für die Arbeiter, die den Staudamm und das Pumpspeicherkraftwerk gebaut haben. Berühmt wurde das Dorf zum einen aufgrund der wunderschönen Landschaft für zahlreiche sportliche Aktivitäten und zum anderen durch den Caminito del Rey, den einst gefährlichsten Wanderweg der Welt. Heute ist El Chorro international bekannt als das Klettereldorado in Südeuropa.

Abenteuer-Anfahrt

Aus eigener Erfahrung empfehlen wir nicht die nord-östliche Anfahrt. Auch wenn das Navi eine perfekte Route vorschlägt, so wird es doch schnell und fast eine Stunde vor Ankunft sehr abenteuerlich. Diese Durchquerung haben wir noch gut gemeistert, doch wurde der Schotterweg immer mehr zu einer Buckelpiste, die wir selbst mit Allrad vermieden hätten. Alles normal als Straße in Google-Maps ausgeschrieben.
Die Straße von Süden oder von Nord-Westen ist jedoch perfekt ausgebaut und schlängelt sich teilweise sehr lange am Stausee entlang. Die Aussichten lohnen für einen Stopp und laden zum Verweilen ein. Da die Gegend sehr ländlich ist, kommen auch häufig Schäfer mit ihren Schafen vorbei. Wobei auch Füchse, zahlreiche Vögel und andere Tiere gegenüber Campern wenig Scheu zeigen.

Bergwandern & Abenteuer

Wo Berge sind, kann man auch wandern. Zahlreiche Wanderungen in jeder erdenklichen Länge und in jedem Schwierigkeitsgrad durchziehen unauffällig die Berglandschaft. Um sie alle zu bewandern kann man schon mindestens eine Woche einplanen. Und dann gibt es noch den berüchtigten, gefährlichsten Wege der Welt El Caminito del Rey.

Cortafuegos

Wer den Caminito del Rey einmal von oben sehen will, der wandert hoch zu den Geiern entlang des Cortafuegos. Die leichte Rundwanderung verspricht abseits des touristischen Toubels tolle Aussichten auf den Stausee, vielfältige Natur und grandiose Tiefblicke.

Mehr Bilder, Toureninfos und gpx-track gibt es hier.

El Caminito del Rey

Angeblich kamen hier Menschen ums Leben, die versuchten, den “gefährlichsten Wanderweg der Welt” zu gehen. Der Weg, einst für die Arbeiter von El Chorro gebaut, war so verfallen, dass es er wagemutige Abenteurer aufs Programm rief. Es gab eine Stahlseilversicherung, die von einigen Adrenalinjunckies nicht genutzt wurde. So wurde der Caminito del Rey irgendwann für Millionen an Euros aufwendig renoviert und damit komplett entmystifiziert.

Klettern, Klettersteig & Bouldern

Eines der größten Klettergebiete Europas mit gigantischen Felswänden aus Kalkstein befindet sich mitten im einmalig schönen Nationalpark El Torcal de Antequera. Tausende Kletterrouten in allen Schwierigkeitsgraden und zahlreiche Mehrseillängenrouten lassen das Kletterherz höher schlagen.

Hier findest du Topos von der Climbing-Lodge in El Chorro zum kostenfreien Download:

Video: Feierabend-Kraxeln bei El Corro, Spanien

Das Video verspricht Einblicke in unsere kleinen Abenteuer abseits der begehrten Kletterrouten und traumhafte Ausblicke.

Für alle, die nicht klettern wollen, oder es noch nie gemacht haben, gibt auch einen versicherten Klettersteig “Via Ferrata El Chorro“, der allerdings Spezialausrüstung, eine Stahlrolle erfordert, die man normalerweise nicht dabei hat. Diese kann aber einfach in der Climbing-Lodge ausgeliehen werden. Dort gibt es auch weitere Infos zu dem allemal lohnenden Klettersteig.

Unzählbare Felsen zum Bouldern und Kraxeln garantieren Spaß und Muskelkater auch ganz ohne Equipment. Es ist für jeden Geschmack und für jeden, ob Bergwanderer mit Fels-Afinität oder den Profi-Boulderer alles dabei.

Baden, Kanufahren, Angeln

Der Stausee bietet einige offizielle Badestellen. Fernab vom touristischen Treiben finden sich aber auch unzählbare Zugänge zum Wasser mit traumhaften Buchten zum Baden und Angeln. Hat man noch nicht genug Sport und Abenteuer gehabt, so gibt es auch Angebote von Tretboot über Kanu und Angeln für Jedermann und Jederfrau.

Radfahren & Trailrunning

Entlang des Stausees verläuft eine Straße in Schlangenlinien und mit permanenten Blick auf See und Felsen, vorbei an Restaurants und einsamen, weiten Landschaften. Aufgrund der Länge lassen sich ausgedehnte Fahrradtouren machen. Mit dem Mountainbike und zu Fuß lassen sich auch die vielen Single Trails zwischen Straße und Stausee erkunden. Ein bisschen Abenteuerlust muss mitgebracht werden, denn manchmal Ende der Weg mit einem Loch oder im Gebüsch. Es findet sich aber immer schnell wieder ein Weiterweg durch die Hügellandschaft.

Die viele Pfade auf die Berge, aber auch am solche am See bieten für eine schnelle Laufrunde, für einen knackigen Berglauf und die ausgedehnte Trailrunning-Runde wirklich alles. Und anschließend direkt in den See hüpfen zum Abkühlen – top.

Vanlife, Restaurants und Tapas

Da der Nationalpark so vielfältig ist, bietet es sich an, hier mehrere Tage oder gleich mehrere Wochen zu bleiben. Dafür gibt es viele Traumspots zum Freistehen, teils direkt an der wenig befahrenen Straße für die direkte Nähe zum Kletterfels, teils direkt am Wasser. Außerhalb der Hauptsaison wird das Freistehen aufgrund der Kletterkultur vielerorts gedultet.

Es gibt aber auch einige Campingplätze, bei denen frühzeitiges Buchen sehr empfehlenswert ist. Da wir sie nicht ausprobiert haben, können wir keine Empfehlung abgeben.

Hungrige Kletterer und Wanderer finden entlang des Stausees und in El Chorro tolle Restaurants und Tapas-Bars, die auch ein beliebtes Ausflugsziel der Spanier am Wochenende aus Malaga und Marbella sind. Eine absolute Empfehlung für alle Schoko-Fans ist der “Tod durch Schokolade”-Kuchen. Wir haben ihn überlebt, sind ihm jedoch bedingungslos verfallen 🙂

Wir könnten noch seitenweise von der Gegend und den möglichen Aktivitäten schwärmen, aber wenn du jetzt noch nicht hin willst, ist dir auch nicht mehr zu helfen 😀

Zum Schluss ein paar Tipps für die Region Provisionslinks

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