DIY Campervan Ausbau – Entkernen, Putzen & Konservieren

Nach dem wir die grobe Planung doch schon sehr detailliert abgeschlossen haben und damit die Theorie steht, geht es nun ans Eingemachte. Doch vorher steht noch die Verbreitung unseres Vans an, dass der Ausbau zum Traumcamper endlich beginnen kann.

DIY Campervan Ausbau – Planung ist alles!

Entkernen

Angefangen haben wir mit dem Entkernen, also den Van im Innenraum von allem befreien, was nicht später in derselben Form Teil des Ausbaus sein soll.

Seitenverkleidungen

Angefangen haben wir bei den Seitenverkleidungen aus Kunststoff. Diese waren bei uns mit überdimensionierten Kunststoffschrauben an den Seitenholmen befestigt. Da wir die Verkleidungen nie wieder anbringen wollten, brauchten wir keine Rücksicht auf Verluste nehmen. Das flotteste war, die „Schrauben“ mit dem Akkuschrauber mit dem größten Kreuzschlitz-Bit rauszudrehen. Die, die durchdrehten, haben wir einfach mit einer Kneifzange entfernt.

Tipp zu den Kunststoffverkleidungen: Überleg dir, ob du die Verkleidungen – bei manchen sind sie auch aus Holz – noch anderweitig verwenden kannst. Wir hatten sie erstmal beiseitegestellt und uns später gefreut, dass wir damit z.B. ein Entlüftungstunnel für unsere Trockentrenntoilette zwischen Möbel und Außenwand bauen konnten. Sie lassen sich sehr leicht schneiden, sind sehr stabil, leicht und unempfindlich gegen Feuchtigkeit. Sicher könnte man sie auch gut überall dort verwenden, wo die Teile keine tragende Rolle spielen und nicht zu sehen sind, z.B. als Rückwand von Schränken.

Laderaum-Trennwand

Eigentlich ist die Demontage der Laderaum-Trennwand nicht der Rede wert, doch gibt es ein Hindernis, vor dem wir euch bewahren wollen. Augenscheinlich ist die Trennwand mit zahlreichen Schrauben und einer Niete befestigt. Wir haben also alle Schrauben entfernt, bis auf die Schraube, die sich auf derselben Höhe, wie die Niete befindet. Dann haben wir unseren besten Metallbohrer ausgepackt und uns an die Niete gemacht.

Tipp zur Niete: Ganz einfach: es ist keine Niete. Erst sehr spät ist uns aufgefallen, dass sich die „Niete“ einfach mit einer Rohrzange greifen und abschrauben lässt. Da wir nach uns noch viele an der augenscheinlichen Niete haben verzweifeln sehen, war es uns ein Anliegen.

Die Trennwand ist schwer und sperrig. Da wir keine weitere Verwendung dafür hatten, haben wir sie direkt auf einem nahegelegenen Wertstoffhof entsorgt.

Hinweis: Unseres Wissens nach darf man theoretisch nicht mehr am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen, sobald die Laderaum-Trennwand entfernt wurde, da die meisten Vans als „Kastenwagen“ mit geschlossenem Laderaum zugelassen sind.

Bodenplatte

Die Bodenplatte besteht bei unserem Van aus drei Teilen. Da sie noch super in Schuss war, wollten wir sie auch weiterhin als Bodenplatte verwenden. Allerdings sollte der Boden gut gedämmt werden. Also einfach die Schrauben rausdrehen und die Platten samt Schrauben erstmal beiseitestellen.

Das Fahrerhaus und die Ablage über den Sitzen haben wir übrigens erstmal so gelassen, wie sie sind. Darauf lässt sich prima aufbauen.

Konservieren

Konservieren vor Putzen? Ja, ganz genau! Wir haben sämtliche Hohlräume, besonders die unteren Holme, in denen sich Kondenswasser bilden kann, sowie auch alle Hohlräume, die wir von unten erreichen konnten mit Hohlraumversiegelung vollgesprüht. Das Zeug ist klasse; es verdrängt aufgrund seiner Viskosität das Wasser, in dem es zwischen die Flüssigkeit und das Metall kriecht. Gleichzeitig schützt es das Metall flächig vor Feuchtigkeit und fließt in jede noch so kleine Ritze.

Kleine Kratzer und Schrammen, die im Innenraum bis auf das Metall runtergingen haben wir mit Korrosionsschutz bepinselt.

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So bewahren wir unseren Van davor, nicht von innen zu rosten. Der Rost von außen kommt mit dem alter schließlich früh genug.

Putzen

Unsere Lieblingstätigkeit *Sarkasmusschildhochhalt* – nein, im Ernst: Es macht zwar keinen Spaß, aber ist verdammt wichtig. Den großen Dreck haben wir mittels Besen und Staubsauger entfernt und dann alles mit einem feuchten Tuch und etwas Putzmittel gereinigt. Mit „alles“ meinen wir die Decke, die Seitenwände, alle Holme, Türen und Radkästen sowie den Boden. Nachdem alles gut getrocknet ist, haben wir alle Flächen mit Bremsenreiniger erneut gereinigt.

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Tipp: Bremsenreiniger braucht man während des Ausbaus sehr häufig. Alle Stellen, an denen etwas geklebt oder gedichtet werden soll, müssen hundert Prozent fettfrei sei. Also haben wir direkt eine Großpackung bestellt.

 

Da später an der Außenwand Alubutyl und Armaflex angebracht und Holz für die Fensterrahmen und die Verkleidung geklebt werden soll, haben wir alles sehr gründlich mit Bremsenreiniger gereinigt. So wurden alle Fettreste und auch die Spritzer von der Hohlraumversiegelung beseitigt. Wir haben zwar später vor jedem Arbeitsschritt noch einmal die entsprechende Stelle gereinigt, doch hey; doppelt hält besser.

Blitzeblank und konserviert strahlt uns nun die Basis für den weiteren Bau unseres Traum-Campervans an.

 

Jetzt kann es an den ersten Nervenkitzel gehen; die Dachluken passend und vor allem bitte dicht einbauen.

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