Mobil surfen und arbeiten – Internet im Wohnmobil

Willst du unterwegs deine Familie und Freunde bei Facebook und Instagram mit den neusten Fotos deiner Reise versorgen, willst du deinen eigenen Blog zur Europareis aufbauen oder sogar ortsunabhängig arbeiten? Dann brauchst du auf jeden Fall Internet im Wohnmobil bzw. Camper-Van.

Neben dem freien, grenzenlosen Reisen in Europa hat die EU mittlerweile einen weiteren Vorteil für ein ausgiebiges Vanlife hervorgebracht, Sie hat für Ottonormalverbraucherinnen und Ottonormalverbraucher die Roaming-Gebühren abgeschafft. Langzeitreisende müssen jedoch achtgeben.

Ausschlaggebend für die Wahl des Anbieters und zwischen überflüssigem oder notwendigem Equipment sind insbesondere das eigene Nutzungsverhalten, die eigenen Ansprüche und die Reiseroute ausschlaggebend. Die gute Nachricht ist schon mal; es gibt für jeden Geschmack das Passende Paket.

Welcher Typ bis du? – SIM-Karten für jeden Bedarf

Gelegenheits-Surfer*innen

Wird dein Surfverhalten ohne heimisches WLAN genauso sein, wie zuhause? Dann genügt dein Smartphone bzw. dein Tablet mit der Sim-Karte, die du schon bereits nutzt. Diese funktioniert, abhängig von der Netzabdeckung auf deiner Reiseroute, in der gesamten EU hervorragend. Da die EU die Roaming-Gebühren abgeschafft hat, kannst du deine Karte ohne Mehrkosten wie gewohnt nutzen.

Reisen bis zu 3 Monate oder mehr als 3 Monate

Die Nutzung des gewohnten Datenvolumens außerhalb Deutschlands hat leider Grenzen. Die meisten Provider schränken das kostenlose Roaming auf ein „vernünftiges Maß“ ein. Aber was heißt das? Auch wenn es schwer war, etwas herauszufinden und es keine einheitliche Regelung gibt, so scheint ein Aufenthalt im europäischen Ausland bis zu 3 Monaten problemlos zu sein. Man kann also 3 Monate surfen, wie in Deutschland.

Willst du mehr als drei Monate verreisen, kann es zu Problemen kommen. Per Definition bedeutet „Roaming Nutzung im vernünftigen Maß“, dass die Provider deine Datennutzung im Ausland mit dem in Deutschland bzw. dem Herkunftsland deiner Sim-Karte vergleichen. Nutzt du innerhalb von drei Monaten mehr Datenvolumen im Ausland, als in Deutschland bzw. dem Herkunftsland deiner Sim-Karte, so wird ab dem Zeitpunkt dein freies Datenvolumen eingefroren und es fallen Gebühren für jedes weitere MB an. Manche Provider geben noch eine Gnadenfrist, um das Nutzungsverhalten wieder zu ändern. Manche Provider sind auch nicht so strikt in der Umsetzung. Manche Anbieter haben auch nicht die drei Monate als exakte Grenze. Aber früher oder später kann man das Datenvolumen nicht mehr nutzen und ist offline, wenn man nicht horrende Gebühren in Kauf nimmt. Das gilt im Übrigen unabhängig davon, ob man einen Vertrag oder eine Prepaid-Karte hat.

Wer auf Nummer Sicher gehen will, fragt beim Anbieter nach oder kauft direkt eine ausländische SIM-Karte.

Social Media Freak*in und etwas Surfen

Wer noch nicht zu den Vielsurfern gehört oder hauptsächlich in den Social Media unterwegs ist, für den gibt es in Deutschland und bei mehr als 3 Monate im Ausland sehr attraktive Angebote. Ziemlich jedes Land hat einen Mobilfunk-Provider, der für wenige Euro sogenannte Social Flats anbietet. Bspw. bietet Vodafone oder Simyo für ein paar Euro die uneingeschränkte Nutzung – damit ist eine wirkliche Flat gemeint – für Facebook, Instagram und Co an. Das eigene Datenvolumen bleibt davon unberührt.

Digitale Nomadin bzw. digitaler Nomade

Wenn du viel surfen oder mobil arbeiten willst, solltest du dir unbedingt in deinem Reiseland eine SIM-Karte zulegen. Im Ausland sind die Daten-Tarife meist günstiger als in Deutschland. Somit kommst du nicht nur günstiger weg, dir droht auch nicht das Einfrieren deines Datenvolumens. Bist du wie wir länger auf Reise, lohnt es sich sogar deinen alten Handy-Vertrag zu kündigen. Falls du deine Nummer behalten willst, kannst du diese einfach zu einer Prepaid-Karte mitnehmen und diese ab und an aufladen.

Beispielsweise haben wir uns in Spanien eine Prepaid-Karte von Simyo das Paket mit dem besten Preisleistungsverhältnis zugelegt: 17 Euro für 32 GB mit LTE-Geschwindigkeit und einer super Netzabdeckung. Ist das Datenvolumen vor dem Monat Laufzeit aufgebraucht, kann man es einfach wieder aufladen. Wir sind begeistert. In Portugal soll es sogar Prepaid-Tarife mit unendlichem Datenvolumen geben.

Also informiere dich in einem der unzähligen Blogs (achte auf Aktualität) über die Anbieter in deinem Reiseland und hole dir dann vor Ort eine Karte.

Die richtige Technik für mobiles Surfen und Arbeiten

Wir sind viel in ländlichen Regionen und den Bergen unterwegs und benötigen das Internet sowohl für unseren Blog und den Kontakt zu Familie und Freunden als auch zum Arbeiten. Da reicht die Empfangs- und Sendeleistung eines Smartphones meist nicht mehr aus. Zumal wir die Erfahrung gemacht haben, dass unser Van das Mobilfunksignal „gut“ abzuschirmen vermag.

LTE-WLAN-Router mit Verstärker-Antenne

Nach langer Recherche haben wir uns für folgendes Setup entschieden. Dieses ist preislich noch sehr gut im Rahmen und legt eine sehr gute Performance an den Tag. Sicher gibt es noch bessere Setups, aber für 99 % der Reisenden, die mobil arbeiten und surfen wollen, wird es genügen.

Der LTE-WLAN-Router Huawai E5785Provisionslink mit einer einheimischen Micro-SIM stellt die Basis dar. Der mobile Router kann über USB aufgeladen werden und verbraucht somit nicht unnötig Strom durch Umwandlung bzw. Transformation auf 220 V. Insgesamt ist der mobile Router auch recht genügsam. Wir schalten ihn trotzdem nach jedem Gebrauch aus. Der interne Akku überbrückt sogar kleine Durststrecken. Wir haben den kleinen LTE-Router in der Ablage unseres Ducatos über der Fahrerkabine installiert. Ein einfaches 3 m Micro-USB KabelProvisionslink bringt die nötige Installations- oder Bewegungsfreiheit mit.

Um seine Reichweite zu erhöhen, haben wir uns eine passende Verstärker-Antenne DMM-7-27-2TS9 für LTE/ 4GProvisionslink mit dem entsprechenden Adapter-Kabel mit TS9 Stecker auf SMA BuchseProvisionslink zugelegt. Das Kabel zur Antenne ist bei geschickter Platzierung des mobilen Routers auch lang genug, um in der Fahrerkabine oder über die Dachluke auf dem Dach nach dem besten Empfang ausgerichtet zu werden. So bekommen wir eigentlich immer ein zwei bis drei Striche stärkeres Signal und hatten bisher immer eine sehr gute Internet-Verbindung.

Unser Equipment zum autarken surfen für weniger als 160 Euro im Überblick

Provisionslinks:


Besser geht natürlich immer, doch sind wir mit der Auswahl sehr zufrieden und hatten nie Probleme. Also weshalb deutlich mehr Geld ausgeben, um ein unwesentlich besseres Ergebnis zu erzielen?

Expeditionsmensch und häufig fernab der Zivilisation

Du zählst zu den Glücklichen, die fernab der vorhandenen Mobilfunk-Netze unterwegs sind? Dann kommt nur Internet über Satellit mit dem dazugehörigen Vertrag in Frage. Auch hier gibt es genügen Lösungen für den Camper-Van. Wir haben uns zwar mal umgesehen, aber sind mit der obigen Lösung vollkommen zufrieden. Somit können wir hier kein Equipment empfehlen.
Außerdem haben wir bei der Recherche festgestellt, dass viele mit die Mühe satt haben, bei jedem Stanorwechsel die Sat-Schüssel wieder auszurichten und teilweise trotzdem kein guten Empfang zu haben. Viele davon sind auf LTE umgestiegen, wie wir es auch nutzen.

Suchtgefahr

Zuletzt möchten wir dich noch warnen: Mehr, schnelleres und immer verfügbares Internet führt immer dazu, dass man es mehr nutzt, als notwendig. Meist können wir genügend Selbstdisziplin aufbringen und nutzen es nicht mehr, als notwendig und wirklich gewollt. Es passiert aber leicht, dass man sich dem gewohnten hingibt.

Überlege dir also gut, ob und wieviel Internet und Technik du wirklich brauchst. Denn es besteht Suchtgefahr und damit die Gefahr, dass du deine Zeit mehr vorm Laptop oder Handy verschwendest, als die Reise mit ihren vielen Abenteuern, der tollen Natur und der spannenden Kulturen zu genießen.
Hast du noch weitere Fragen oder hast du eine andere Lösung gefunden, um online zu bleiben? Dann lasse es uns allen wissen und schreibe hier ein Kommentar.

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