Chulilla – Das Paradies für sportliche Vanlifer in Spanien

Wenig Regentage und viel Sonne, eine beeindruckende Bergwelt, ein atemberaubender Canyon, ein herrlicher See und imposante Felswände locken die einheimische und internationale Vanlife-Community das ganze Jahr über nach Chulilla. Die Gegend um Chulilla ist als Kletter-Eldorado bekannt, bietet aber ebenso Wanderern, Campern, Bikern und Trailrunnern viele Möglichkeiten zum Austoben und Genießen.

Chulilla

Chulilla ist eine kleine Gemeinde in der Nähe von Valencia in Spanien. Im Dorf gibt es einige Restaurants und Hotels sowie eine Climbersbar. Westlich von Chulilla erstreckt sich der Nationalpark Los Calderones bis zum Stausee Embassament de Loriguilla. Der kleine Fluss Turia schlängelt sich vom Stausee durch die überwältigende Schlucht und an Chulilla vorbei.

Vanlife in Chulilla

Wer nicht mit dem eigenen Camper-Van bzw. Wohnmobil anreist, kann sich einfach in einer der vielen Unterkünfte in Culilla einmieten.

Wir bevorzugen das autarke Freistehen und genießen es intensiv, umgeben von viel Natur zu leben. Bei Chulilla haben wir kurz vor dem nördlichen Ende der Staumauer auf dem Weg zum Wasser einen perfekten ebenen Stellplatz gefunden. Er liegt etwas versteckt und von der Straße kaum einsehbar in nur zwei Minuten zu Fuß vom Wasser entfernt.

Selbst im Winter hatten wir mit unserer 200 Watt Solaranlage genügend Strom. Es gibt auch noch weitere Stellplätze in der Gegend, aber keiner so toll wie unserer. 🙂 Wasser und Einkaufsmöglichkeiten gibt es genügend in den umliegenden Dörfern.

Zusätzlich zur für unsere Ansprüche perfekten Infrastruktur herrscht insbesondere am Wochenende ein reges Treiben. Menschen jeden Alters, ob aus Irland, Schweden, Frankreich, Österreich oder anderen Teilen der Welt, genießen hier in ausgelassener Atmosphäre das Draußensein. Wir waren für circa zwei Wochen dort während der Weihnachtszeit, zu der es auch schonmal eine kleine Party gab.

Wir wären wohl noch viele Wochen dort geblieben, hätte sich nicht unser Gasvorrat langsam aber sicher dem Ende zugeneigt. Und Spanien hat ja noch mehr zu bieten. (Wir haben übrigens an der Tankstelle Estaciones de Servicio Aníbal S.C. in Águilas bei Murcia in Spanien unsere deutsche Gasflasche füllen lassen und für 6 Liter knapp 5 Euro gezahlt.)

Aktivitäten

Unser Stellplatz war nicht nur inmitten der spanischen Bergwelt, umgeben von Natur direkt an einem See gelegen. Er eignete sich auch super als Basislager für unsere sportlichen Unternehmungen.

Trailrunning, Wandern und Mountainbiken

Schon allein die Erkundung der nahen Umgebung unseres Stellplatz lohnt sich, da man hier bereits über die Dimension der Staumauer und den wahnsinnigen Blick in die Schlucht staunen kann.

Die mit Abstand spannendste Runde führt auf schmalem Trail direkt durch die Schlucht bis nach Chulilla und auf breiten Wanderwegen zurück zum Staudamm. Man kommt aus dem Staunen über die steilen Felswände und die sich daran empor-schwingenden Kletterer, den glasklaren Bach und die abwechslungsreich verlaufenden Wege nicht mehr heraus. Eine kleine Brücke erlaubt einen kurzen Abstecher an das gegenüberliegende Bachufer bevor später zwei Hängebrücken, davon eine in beachtlicher Höhe aus der Schlucht herausführen.

Sowohl von Chulilla als auch vom Staudamm, an dem wir unser vorübergehendes Zuhause hatten, verlaufen zahlreiche schmale und breite Wege. Besonders lohnend ist es, auf die gegenüberliegende Seite des Stausees zu wandern, laufen oder biken. Von dort eröffnen sich grandiose Bergpanoramen. Darüber hinaus lohnt ein Abstecher zum Mirador de Domeno Viejo einem tollen Wasserfall am Zufluss des Stausees in nördlicher Richtung.

 

Klettern

Insbesondere die Schlucht, aber auch weitere Felsen bei Chulilla bieten, Klein und Groß, ambitionierten Anfängern und Vollprofis ein Paradies zum Felsklettern. Es lohnt sich einen Kletterführer im Internet oder vor Ort zu kaufen, um nicht von der schier unendlichen Zahl an Routen in allen Schwierigkeitsgraden überwältigt zu werden.

In der Nähe der Hängebrücken gibt es Routen mit Schwierigkeitsgraden im Bereich 4 und 5. Hier werden bereits mindestens 10 Expressen und ein 50 m Seil benötigt. Tiefer in der Schlucht gibt es unzählbare Routen in allen Schwierigkeitsgraden, bei denen ein 80 m Seil ein absolutes Muss ist. Sogar Mehrseillängen-Routen findet man dort.

Klettern in einer solch beeindruckenden Kulisse macht gleich noch mehr Spaß!

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Schwimmen, Kanufahren und Angeln

Im Sommer lockt der See mit einer erfrischenden Abkühlung nach sportlicher Aktivität. Neben dem Schwimmen und Baden muss es genial sein, mit dem Kanu inmitten auf dem See die Ruhe der spanischen Bergwelt zu genießen. So schauten wir neidisch einem Kajakfahrer zu, wie er entlang des westlichen Ufers auf dem Wasser dahin glitt. Im Winter ist der See ebenfalls für eine Erfrischung nach dem Sport gut, doch braucht es etwas Überwindung in das nicht mehr ganz so warme Wasser zu springen. Einmal drin, schwimmt es sich aber sehr angenehm. 🙂 Auch beobachteten wir in der Sonne liegend einige glückliche Angler.

Alles in allem haben wir gelernt, dass Kletterspots perfekt für den aktiven Vanlifer sind, auch wenn man nicht klettert. So brauchen Kletterer Felsen und Felsen gibt es meist in den Bergen, in denen man auch viele tolle andere Dinge unternehmen kann.. Meist wird an solchen Orten das Freistehen auch geduldet, da es dennoch eine willkommene Einnahmequelle für die Einheimischen darstellt. Bitte respektiert die Umwelt, hinterlasst keinen Müll und besucht fleißig die Shops und Bars in der Umgebung, dass nach euch auch noch viele andere diesen tollen Platz genießen können. Dann ist dieser Ort uneingeschränkt zu empfehlen. 🙂

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